Real Booktalk: Schlechte Bücher 2019

7 Bücher, die mich 2019 bisher enttäuscht haben

Hier ist er wieder: Mein lang ersehnter Mecker-Beitrag zu meinen Flop Büchern aus der ersten Hälfte von 2019. Ihr musstet lange darauf warten, weil ich mir erst unsicher war, ob ich auch wirklich genug zusammenbekomme. Dabei habe ich jetzt offiziell mein Leseziel von 80 Büchern für das Jahr erreicht und da waren definitiv einige Flops dabei. Wie immer gilt: Nehmt es nicht persönlich, wenn ich euer Lieblingsbuch nicht mochte. Geschmäcker sind verschieden. 

Die ausführlichen Rezensionen zu manchen Büchern findet ihr, wenn ihr auf den blau markierten Titel des jeweiligen Buches klickt.

Sturmtochtershopping

Mein erstes Buch 2019, mein erstes schlechtes Buch in diesem Jahr und auch mein erster Shitstorm. Ja, Kritik an manchen deutschen Autorinnen kommt nicht so gut in der Community an. Das musste ich hier schmerzlich feststellen. Acht Monate später schreibe ich diesen Beitrag und muss sagen: Meine Meinung über dieses Buch hat sich in keiner Weise verändert, sondern ehe noch gefestigt. Viele Wortwiederholungen, eine Kampfszene die der anderen gleicht und eine gänzlich unsympathische Protagonistin. Ava rafft eigentlich gar nix, ist auch nicht wirklich mutig und schmachtet gerne Männer an. Von sich selbst ist Ava aber total überzeugt, hält sich für super tough und mutig. Das ist sie aber leider gar nicht und deshalb war diese Selbstüberschätzung einfach nur nervig. Die Geschichte besteht eigentlich nur aus Lückenfüllern, unnötigen Beschreibungen und vieles wiederholt sich und man dreht sich einfach nur im Kreis. Noch dazu lauern einem an jeder Ecke ganz ekelige Jugendbuch-Klischees auf. Band 2 habe ich hier trotzdem liegen. Einfach für diesen Moment, wenn ich Sturmtochter nochmal eine Chance geben möchte – oder falls ich mal wieder Lust auf ein bisschen Krawall haben sollte. 

2/5 Sterne

Fire&Heist814HbjBu+wL

Ich habe dieses Buch auf englisch gelesen, denn es war Teil der Fairyloot Box aus dem Dezember und relativ dünn, also gut für zwischendurch. Obwohl man ja bekanntlich sagt „In der Kürze liegt die Würze“ konnte das diese Geschichte leider nicht retten. Es fehlt an Spannung, intere
ssanten Charakteren und einer vielfältigen Welt. Alles war hier recht eindimensional und eher langweilig und extrem vorhersehbar. 

2/5 Sterne

Dark Elementsshopping-2

Ich liebe Jennifer L. Armentrout. Sie überzeugt mich nie durch ihren meisterhaften Schreibstil oder ihre originellen  Geschichten, aber sie weiß einfach wie man einen fesselnden Roman schreibt. Ganz viel künstliches Drama, sexy Badboys und ein Humor, der einfach genau mein Ding ist. Jetzt kommt aber mein aber. Ein großes ABER. Selten habe ich mich beim Lesen eines Jungendromanes so unwohl gefühlt, denn hier wirft Armentrout nicht nur mit nervigen Genre-Klischees um sich, sondern auch mit unbedeutsamen Pseudo-Weisheiten und sexistischen Sprüchen. Slutshaming scheint ihr wohl ein Fremdbegriff zu sein, denn die „Zicken“ in Laylas Umfeld werden regelrecht beleidigt und als Schlampen dargestellt. Warum? Nur weil sie gerne freizügige Klamotten tragen und eine von ihnen es auf einen bestimmten Kerl abgesehen hat. Sehr komplexe Charakter, wirklich. Layla selbst ist natürlich einfach nur perfekt und brav und laaangweilig, lästert dafür aber gerne über andere. Generell sind alle Personen perfekt, wunderschön und stark und können eigentlich alles. Menschen ohne Ecken und Kanten und einfach unrealistisch. Layla wird als „amazing“ und „perfect“ bezeichnet, hat zwar Selbstzweifel, aber wird trotzdem beschrieben, als wäre sie ein Model. Jeder will sie, aber warum eigentlich? Nur weil sie schön ist, so kommt es rüber, denn außer ihrem Äußeren lernen wir sie kaum kennen. Einfach nur eine oberflächliche Message und noch dazu ist die Story extrem vorhersehbar. Von dem Love-Triangle möchte ich gar nicht erst anfangen… 

Ihr seid Fan von Jennifer L. Armentrout? Dann schaut mal hier vorbei: 15 Gedanken, die ich beim Lesen von „Obsidian“ hatte.

2/5 Sterne

Der Insasseshopping-3

Kurz und knackig: Lest under schaut „Shutter Island“. Die Parallelen sind so offensichtlich, dass ich mir sicher bin, hier wurde abgekupfert. Nach nicht mal 100 Seiten wusste ich schon, wie das Buch endet. Und ich lag richtig, obwohl das schlichtweg nicht zu erahnen gewesen wäre. Da einzige, was Fitzek selbst hinzugefügt hat sind ein paar eklige und brutale Szenen und ein Mörder und Psychopath wie er im Buch steht. Ganz nach Fitzek-Manier aufgemotzt ist „Der Insasse“ einfach nur eine billige Kopie eines Meisterwerkes. Große Enttäuschung.

1/5 Sterne

Someone New51MFK-5aXyL

Ich stehe wohl auf dem Kriegsfuß mit Bücher, die Bookstagram liebt. Und das, owohl ich ein riesiger Fan von Laura Kneidl bin. Auch bei „Someone New“ war ich begeistert von ihren Charakteren und ihrem Schreibstil. Sie schafft schöne Geschichten, schreibt so spannende, emotional und wortgewandt, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Trotzdem fehlte mir bei „Someone New“ die Spannung, viele Szenen haben sich extrem gezogen. Vieles hätte komplett gestrichen werden können. Das Buch war schlichtweg zu lang. Und auch wenn ich den Zorn aller auf mich ziehen werde: Mich hat die Vielzahl an gesellschaftlichen Problemen etwas überfordert. Eine junge Mutter, ein Transexueller, eine Übergewichtige, jemand mit dunkler Hautfarbe der sich in ein hellhäutiges Mädchen verliebt und und und… Auf mich wirkte das irgendwie künstlich und überfüllt. Kein Thema konnte ausführlich behandelt werden, keinem dieser Themen wurde das Buch gerecht.

Welche Gedanken ich beim Lesen des Buches noch so hatte könnt ihr in diesem Post lesen: 15 Gedanken, die ich beim Lesen von „Someone New“ hatte.

3/5 Sterne 

Wild Heartsc7962f568d264654

Wild Hearts ist ein klassisches Beispiel dafür, dass man sich beim Kauf eines Buches eben NICHT nur auf das Cover verlassen sollte. „Wild Hearts“ war einfach nur eine riesige Pleite. Ein unfassbar nervige und naive Protagonistin, viel künstliches Hollywood-Drama und eine Lovestory mit grottiger Romantik. Leider konnte mich in diesem Buch absolut nichts überzeugen. Die Charaktere sind alle unsympathisch und schlecht ausgearbeitet, der Plot ist vorhersehbar und unrealistisch. Es liest sich wie des Drehbuch zu einer extrem schlechten Reality TV Sendung. Das Ende war natürlich vorhersehbar und ach so überraschend, aber eben leider doch interessant genug, dass ich weiterlesen wollt. Band zwei war dann sogar noch schlechter und grenzte an Körperverletzung. Die Rezension dazu findet ihr hier.

2/5 Sterne

Falling Fastce17e57b23770044

Und schon wieder ein Buch von Bianca Iosivoni. Warum ich nicht einfach die Finger von ihren Bücher lasse? Ichweiß es nicht! Jedes einzelne Buch von ihr gefiel mir nur wenig bis gar nicht, erfüllt immer nur Klischees und lockt mit Versprechungen, die es nie halten kann. Mit Falling Fast hat Iosivoni aber noch einmal einen drauf gesetzt, denn jetzt wagte sie den Versuch von der puren Oberflächlichkeit ihrer New Adult Romane hin zu einem ernsten Thema, das vermutlich von Laura Kneidl inspiriert ist.  Leider gelingt ihr das absolut gar nicht, sie schafft es sogar fragwürdige Werte und eine komplett falsche Botschaft zu vermitteln, Ein Buch das unter „Sei mutig“ beworben wird und dann mit *SPOILER* einem Selbstmordversuch endet, sollte eigentlich viel mehr kritisiert werden. Noch dazu betrinkt sich die Protagonistin im Buch, legt einen recht unverantwortlichen Umgang mit Alkohol an den Tag und baggert ihren Traumtypen natürlich auch nur betrunken an. Alkohol als Blockadenlöser und gut Möglichkeit, sich den ersten Körperkontakt zu beschaffen? Scheint hier ganz normal zu sein. Da konnte das überraschend Ende dann doch nichts mehr retten. 

2/5 Sterne 

6 Kommentare zu „Real Booktalk: Schlechte Bücher 2019

  1. Hallöchen,
    uuuh, ein Mäckerbeitrag. Sowas mag ich ja 🙂 Vielleicht sollte ich so einen Beitrag auch mal schreiben.
    Den Shitstorm um dich und „Sturmtochter“ habe ich gar nicht mitbekommen. Aber ich weiß schon, warum ich so lange gezögert habe, das Buch zu lesen. Wirkt nicht so als würde es mir gefallen.
    „Dark Elements“ habe ich gar nicht so negativ wie du in Erinnerung. Aber definitiv als langweilig. Die Geschichte fand ich an sich eigentlich ganz cool, vor allem den männlichen Protagonisten mochte ich sehr. Aber Layla war einfach sowas von langweilig, blass und nervig.
    Ich fand „Someone New“ auch künstlich und überfüllt. Ich hatte mir viel davon erhofft, vor allem, weil alle meinten, es sei so „wichtig“. Ich finde, wichtig wäre es gewesen, wenn auch nur eines der angesprochenen Themen die richtige Aufmerksamkeit bekommen hätte.
    Auch von „Falling Fast“ lasse ich mal lieber die Finger.
    Toller Beitrag!
    Liebste Grüße, Kate

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo 🙂

    Was für ein unterhalsamer Beitrag. Wir haben ja einen sehr ähnlichen Buchgeschmack. Someone New fand ich auch schlecht. Allerdings noch bisschen schrecklicher als du. Falling Fast fand ich auch richtig schlecht. Dark Elements habe ich auch gelesen & damals fand ich das gar nicht so schlecht, aber mittlerweile kann ich nur noch die Augen verdrehen, wenn ich daran denke.

    Liebe Grüsse

    Josia

    P.S. Sturmtochter ist aktuell für den Bookstar nominiert. Wenn du magst, magst du es ja auf bookstar.ch bewerten. Bei dem Buchpreis entscheiden nämlich LeserInnen mit, welches Buch gewinnt, in dem sie die nominierten Bücher bewerten.

    Gefällt 1 Person

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