Filmreview: ES Kapitel 2

Sind noch weitere King-Fans anwesend? Oder liebt ihr einfach nur gruselige Filme?
Am letzten Wochenende war ich endlich im Kino und habe den zweiten Teil von ES gesehen. Und dieser Herbst ist ein echtes Fest für ich, denn schon Ende Oktober kommt eine weitere Stephen King Verfilmung in die Kinos: Die Fortsetzung des Klassikers“ The Shining“ heißt „Doctor Sleep“ und ist grandios besetzt mit Ewan McGregor in der Hauptrolle. Und dann ist auch noch am 09. September das neue King Buch „Das Institut“ erschienen. Ich bin im Himmel.

Nun aber zum Film: ES 2 setzt genau 27 Jahre nach dem ersten Teil an, die Ereignisse in Derry wiederholen sich und wieder sterben Menschen. Die Verlierer kommen zusammen um ES zur Strecke zu bringen. Positiv im Gedächtnis geblieben ist mir die Szene im Asia-Restaurant, das wirklich exakt so aussah wie die gleiche Szene im ES Film aus dem Jahr 1990 (den ich euch übrigens auch nur empfehlen kann). Außerdem führte eine ganz bestimmte Szene in einem Antiquitätenladen bei mir zu hysterischen Quietschanfällen, während fast die gesamte Reihe vor und hinter mir im Kino nur ratlos geguckt hat (wie kann man Stephen King nicht erkennen, ahhhh).

Mit allerhin Indianer-Geschichten und Schamanen-Gedöns bekommt man mich auch immer. Verdammt, dieser ganze Film ist einfach genau mein Ding gewesen: Der schwarze Humor, die Liebe, die ganzen verfluchten Jumpscares, die mich immer wieder erwischen und zusammenzucken lassen… Und ich liebe auch die Message des Films und die Symbolik, es gibt so viel zu entdecken. Ich möchte dann am liebsten durch das Kino rennen und jedem ahnungslosen Kinobesucher den Film nochmal erklären (so wie ich das nach Avengers: Engame gemacht hab… upps). Wusstet ihr, dass Pennywise von H.P. Lovecrafts Nyarlathotep inspiriert ist, einem „alten Gott,“ der die Menschheit mit seinen „Masken“ narrt und das personifizierte Böse ist? Die ganzen Witzchen über die schlechten Romane-Enden von Bill Denbrough sind ein mehr als nur offensichtlicher Hinweis, dass sich King da ein bisschen selbst in seine Figur hineingeschrieben hat, denn auch seine Bücher haben selten ein Happy End. Und der Film thematisiert Sexismus, Homophobie und Rassismus auf eine meisterhafte Art. I LOVE IT!

Da sich die Handlung sehr nah an dem ersten Teil orientiert und es viele Parallelen in der Handlung gibt, ist der Film zwar etwas vorhersehbar und für meinen Geschmack war auch einfach zu viel los, zu viel Drama, CGI und abgedrehte Visionen, die der Film aus den 90ern nicht brauchte und die es heute eigentlich auch nicht braucht um richtig zu schocken.

Ich hab gefühlt auch ehrlich gesagt nur 50% des Filmes richtig gesehen, den Rest der Zeit habe ich mich mehr oder weniger erfolgreich hinter dem Popcorn oder meinen Haaren versteckt. Ich lese die härtesten Thriller, aber bei den Büchern und Filmen von Stephen King krieg ich unfassbares Herzklopfen und werde praktisch paranoid – der Mann trifft einfach einen Nerv bei mir.

Ich fand diese Fortsetzung wirklich gut, mir gefielen besonders die Rückblenden in die Kindheit der Protagonisten und der Humor. Ein Überflieger war ES 2 aber für mich trotzdem nicht, weil es doch sehr vorhersehbar und etwas übertrieben war. Mein persönliches Hightlight: Der Auftritt von Stephen King höchstpersönlich. Mehr brauche ich nicht, um begeistert zu sein.

3,5/5 Sterne

Mein Tipp für Oktober: Doctor Sleep

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