Der unsichtbare Freund

Eine Mischung aus Stephen King und Stranger Things? Das klingt genau nach meinem Geschmack und ist nach meiner Lektüre von „Das Insitut“ ja bereits schonmal in einem Erfolg geendet. Deshalb musste ich den lang ersehnten Roman von Chbosky natürlich lesen!

Der unsichtbare Freund
Stephen Chbosky
Roman
Heyne
912 Seiten
4. November 2019
Hardcover: 14 Euro
ISBN-13: 978-3453272439

Inhalt

Die alleinerziehende Kate muss dringend mit ihrem siebenjährigen Sohn Christopher untertauchen. Das beschauliche Örtchen Mill Grove, Pennsylvania, scheint dafür ideal zu sein. Eine Straße führt hinein, eine hinaus. Ringsum liegt dichter Wald. Doch kurz nach ihrem Umzug beginnt der kleine Christopher eine Stimme zu hören. Und merkwürdige Zeichen zu sehen. Zeichen, die ihn in den Wald locken.

Sechs Tage lang bleibt er spurlos verschwunden. Als er wieder auftaucht, kann er sich an nichts erinnern. Aber plötzlich hat er besondere Fähigkeiten. Und einen Auftrag: ein Baumhaus mitten im Wald zu errichten. Wenn er es nicht bis Weihnachten schafft, so die Stimme, wird der ganze Ort untergehen. Ehe sie sichs versehen, befinden sich Christopher, seine Mutter und alle Einwohner von Mill Grove mitten im Kampf zwischen Gut und Böse.

Meine Meinung

Ein Junge, der unsichtbare Stimmen hört und eine Kinderleiche in einem Baumhaus. Was wie ein echt grusliger Thriller klingt, ist der neue Roman von Bestseller-Autor Stephen Chbosky. Der 900 Seiten dicke Wälzer ist sein Geld wirklich wert und war für mich ein echtes Fest beim Lesen/hören. (Ich habe, wie ich es aktuell sehr oft mache, zwischen dem Buch und Hörbuch je nach Tagesform gewechselt). „Der unsichtbare Freund“ ist ein Roman voller Spannung, Mysterien und Unheimlichkeiten. Ich liebe die Figuren, die der Autor geschaffen hat, denn sie bestechen durch ihre einzigartigkeit und detailliert ausgearbeiteten Charakter.

„Kein Schatz tauchte auf. Doch um 7:06 Uhr stießen sie auf ein Kinderskelett.“

Ich gebe zu: Die Dicke des Buches sorgt für die klassischen Schwächen solcher Romane. Es gibt phasenweise Abschnitte, durch die man sich etwas kämpfen muss. Man darf beim Lesen aber nicht die Ausdauer verlieren, denn weiterlesen wird belohnt. Die Spannung steigt kontinuierlich und mit jeder Seie wird dieses Buch spannender.

„Sechs Tage lang blieb Christopher verschwunden.“

So rätselhaft, wie der Klappentext klingt, so ist auch das Buch. Als Leser ist man permantent am mittdenken, entwickelt Theorien und versucht das Rätsel zu lösen, nur um am Ende vor einer Auflösung zu stehen, die man so nicht erwartet hätte. Ich liebe es, wenn Bücher nicht vorhersehbar enden und ich am Ende komplett überfordert und geschockt das Buch schließe und mich noch Tage später damit beschäftige. Das ist auch hier passiert und genau deshalb begeistert mich „Der unsichtbare Freund“ so.

„Bleib auf der Straße. Wenn du auf der Straße bleibts, kriegen sie dich nicht.“

Auch sehr gut ist es dem Autor gelunden, die beiden Seiten in der Geschichte zu charakterisieren. Es herrscht ein spannender Kampf zwischen Gut und Böse und beide Seiten und ihr Handeln kann man gut nachvollziehen. Ich selber habe mich oft dabei ertappt, wie ich die Seiten gewechselt habe – und genauso untentschlossen wie ich schienen auch die Personen im Buch zu sein, denn auch ihre Handlungen kamen oftmals überraschend und veränderten meine Meinung über sie sehr schnell.

Fazit: Ein sehr gutes Buch, toller Schreibstil und geniale Charakterentwicklungen. Stellenweise war es etwas zäh, dennoch ließ mich die Geschichte nicht mehr los.

5/5 Sterne

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